Immobilienfinanzierung

Da nur die wenigsten über 100% Eigenkapital verfügen, so dass sie nicht auf eine Fremdfinanzierung für den Erwerb einer Immobilie angewiesen sind, steht allen anderen eine sogenannte Immobilienfinanzierung zur Verfügung. Sie stellt ein im Vergleich zum herkömmlichen Ratenkredit günstigeres Finanzierungsprodukt dar, das durch niedrige Zinsen bei attraktiven Konditionen überzeugt. Ein weiteres Merkmal, was die Immobilienfinanzierung so einzigartig macht, ist die Länge der Laufzeit. Kennt man bei Ratenkrediten zum Beispiel Laufzeiten von maximal 120 Monaten, kann man die Immobilie über 360 Monate finanzieren, was immerhin 30 Jahren entspricht.

Weiterhin bietet die Immobilienfinanzierung die Möglichkeit, sich Zinsen zu sichern. Dies macht natürlich gerade dann Sinn, wenn die Zinsen am Markt vergleichsweise günstig sind. Man vereinbart dabei entsprechende Laufzeiten, in denen die Zinsen festgeschrieben sind auf den Tag des Abschlusses. Besonders günstige Zinsen sichert man sich mit einer möglichst langen Zinsbindungsfrist, eher höhere Zinsen sollte man versuchen, nur kurz zu binden. Die Laufzeiten für die Zinsbindungsfrist können zwischen 5 und 15 Jahren liegen.

Wer eine Anschlussfinanzierung vor sich hat und befürchtet, er kann die gerade am Markt sehr niedrigen Zinsen nicht nutzen, kann diese außerdem mit einem Forwarddarlehen für sich sichern. Man schließt mit dem Kreditgeber den Anschlussvertrag vorher ab und kann dann von den niedrigen Zinsen profitieren. Aber man sollte hier genau abwägen, ob sich die vorzeitige Zinsbindung wirklich lohnt. Der Kreditgeber wird diesen Vorteil nicht ohne einen kleinen Aufschlag gewähren. Daher sollte man berechnen, wie hoch der Gewinn für einen tatsächlich ist.

Wer kann, der sollte Förderkredite des Staates beanspruchen. Dieser vergibt zur Unterstützung der Immobilienfinanzierung günstige Kredite über die KfW, Bank für Wiederaufbau. Die KfW bietet den Bürgern verschiedene Förderprogramme an und jeder Bürger ist grundsätzlich anspruchsberechtigt. Allerdings werden pro Haushalt keine Kredite über EUR 100.000 vergeben und auch nur 30% der Gesamtkosten des Immobilienkaufs werden von der KfW finanziert. Dies ist aber kein Nachteil, da diese günstigen Kredite problemlos mit der Immobilienfinanzierung kombiniert werden können. Die Zinsen der KfW-Kredite liegen dabei deutlich unter dem Marktniveau und nur durch sie wird für viele der Traum der eigenen Immobilie überhaupt erst möglich. Die KfW unterstützt also mit ihren günstigen Krediten den Erwerb und Bau selbstgenutzter Wohnungen und Häuser.

Ganz allgemein gilt die Immobilie als gute Investition und wird daher sehr geschätzt. Der Vorteil beim Erwerb einer Immobilie ist, dass in einen Sachwert investiert wird. Man kann sie für sich selber als Wohnimmobilie nutzen oder verwendet sie als Renditeobjekt. Schließt man eine Immobilienfinanzierung ab, muss man wissen, dass es sich dabei um eine langfristige Anlage handelt. Also ist die Immobilie sorgfältig auszuwählen. Und wer sie als reines Renditeobjekt nutzen möchte, sollte nicht seine ganzen liquiden Mittel in die Finanzierung geben. Das Geld bleibt über einen sehr langen Zeitraum fest gebunden und kann nur unter hohen finanziellen Verlust vorzeitig entnommen werden. Der Kauf einer Immobilie sollte daher gut durchdacht, die Immobilie sorgfältig ausgewählt und die Baufinanzierung günstig sein. Dann kann man sich lange an seiner Immobilie erfreuen und am Ende nur profitieren.

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