Goldene Regel der Unternehmensfinanzierung

Eine “goldene Finanzierungsregel“ der Unternehmensfinanzierung besagt, dass das betriebliche Anlagevermögen durch langfristiges Kapital finanziert werden sollte, also durch langfristig zur Verfügung stehendes Fremdkapital und durch Eigenkapital des Unternehmens. Zum betrieblichen Anlagevermögen zählen alle Vermögensgegenstände, die dem Unternehmen langfristig dienen sollen. Man unterscheidet hierbei zwischen Sachanlagevermögen und Finanzanlagevermögen. Die Relation aus langfristigem Kapital und Anlagevermögen wird als Anlagendeckung bezeichnet. Diese zählt zu den gängigen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen bei der Analyse eines Jahresabschlusses durch Kreditinstitute bzw. eine Unternehmensberatung.
Um die Anlagendeckung konstant zu halten, müssen unter sonst gleichen Umständen den Abschreibungen auf das Anlagevermögen entsprechende Tilgungen auf die aufgenommenen Fremdmittel gegenüberstehen. Bei der Finanzierung des Anlagevermögens auf Fremdkapitalbasis ist zu beachten, dass Banken sich in aller Regel tendenziell schwer damit tun, Gegenstände des Sachanlagevermögens über einen längeren Zeitraum als den steuerlichen Abschreibungszeitraum zu finanzieren.

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