Investitionen über Kredite

Wenn Investitionen ohne Eigenkapitaleinsatz durchgeführt werden, findet die Finanzierung vollständig auf Fremdkapitalbasis statt, d.h., über Kredite bzw. Darlehen. Für Unternehmen hat eine solche Vollfinanzierung den Vorteil, dass das bestehende Eigenkapital geschont wird. Unter der Maßgabe, dass die Investition sich als rentabel herausstellen soll, muss diese rechnerisch jedoch eine höhere Rendite erwirtschaften als die Finanzierungskosten, bemessen nach dem Effektiven Jahreszins. Auch ist zu beachten, dass die Eigenkapitalquote sinkt, was sich negativ auf das Rating des Unternehmens auswirken kann. Überdies steigt im Vergleich zu einer Mischfinanzierung mit einem teilweisen Eigenkapitalanteil der Kapitaldienst an.
In der Praxis lässt sich feststellen, dass Banken bei der Durchführung von Vollfinanzierungen für Unternehmen und Selbstständige größere Zurückhaltung als im Privatkundengeschäft üben. Im Vergleich beispielsweise zu einer Baufinanzierung eines selbstgenutzten Eigenheims können – auch bei geordneten finanziellen Verhältnissen – Kreditverhandlungen über eine betriebliche Investition ohne entsprechenden Eigenkapitaleinsatz der Gesellschafter bzw. Inhaber schwierig werden. Sofern eine anstehende betriebliche Investition vollständig durch Fremdkapitalaufnahme realisiert werden soll, kann bisweilen in der Bereitstellung zusätzlicher Kreditsicherheiten seitens des Unternehmens eine Verhandlungsmasse liegen. Eine Kontaktaufnahme zu einer Unternehmensberatung mit Tätigkeitsschwerpunkt im Bereich der Unternehmensfinanzierung kann überdies helfen, die entsprechenden Hürden zu meistern.

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