Ratenkredit

Der Ratenkredit ist der Kredit, der am häufigsten in Anspruch genommen wird. Er ist ein standardisiertes Finanzprodukt für den Privatkunden. Man erhält Auszahlungsbeträge von 1.000 bis zu 75.000 Euro. Laufzeiten können dabei bis zu 72 Monate betragen. In Einzelfällen kann auch eine längere Laufzeit vereinbart werden, doch über 120 Monate wird die dann auch nicht hinausgehen. Der Kreditnehmer erhält von dem Kreditgeber einen Auszahlungsbetrag, über den er frei verfügen kann. Zu dem Auszahlungsbetrag fallen noch Abschlusskosten sowie Zinsen an. Der Gesamtbetrag muss dann in monatlich gleichbleibenden Raten zu einem zuvor festgelegten Zinssatz zurückgezahlt werden muss.

Die Rate eines Kredites setzt sich aus der Tilgung, den Zinsen und evtl. auch aus den Gebühren des Kreditinstituts zusammen. Die Gebühren des Geldgebers, sie können bis zu 3% der Kreditsumme betragen, werden auf die Kreditsumme aufgeschlagen und dadurch ergibt sich ein effektiver Jahreszins. Im Vergleich zu einer Baufinanzierung sind die Zinsen des Ratenkredits um einiges höher. Im Vergleich zum Dispositionskredit allerdings aber niedriger. Um weitere Zahlungsausfälle abzusichern, wird der Kreditgeber auch versucht sein, den Kreditnehmer zum Abschluss einer Restschuldversicherung zu bewegen. Dies verursacht wiederum weitere Kosten für den Kreditnehmer.

Ein Ratenkredit kann mitunter auch als Konsumentenkredit sowie als Anschaffungsdarlehen bezeichnet werden. Es meint alles dasselbe. Typische Ratenkredite sind zum Beispiel Autokredite, Versandhauskredite oder Kredite von Einrichtungshäusern sind alles Ratenkredite. Oftmals spricht man auch von einem Blankodarlehen. Das bedeutet, ein Kredit wird ohne die Stellung von Sicherheiten vergeben. Dennoch wird der Kreditgeber sich dabei vorbehalten, dass er bei ausbleibender Zahlung des Kreditnehmers eine Lohn- oder Gehaltsabtretung beanspruchen kann. Weiterhin wird die Bonität des Kreditnehmers überprüft. Sie gibt dem Kreditgeber Auskunft über das Zahlungsverhalten des Kunden bei vorherigen Finanzgeschäften. So kann die Bonitätsprüfung den Geldgeber vor dem Risiko des Zahlungsausfalles schützen. Was durchaus vernünftig ist, da Kunden, die über eine mangelhafte Zahlungsmoral verfügen, eine Gefahr für jedes Unternehmen bedeuten. Vor einer Bonitätsprüfung ist im Grunde keiner ausgenommen. Jeder, der sich Geld leihen möchte, unabhängig davon, ob er privat oder gewerblich einen Kredit beantragt, wird einer solchen Prüfung unterzogen. Für den Kreditnehmer ist es sehr wichtig, zu wissen, wie der Kreditnehmer auf dem Gebiet der Zahlungsmoral eingestuft wird. Anhand einer Vielzahl von Informationsquellen wird die Bonität erstellt. Wer über eine gute Bonität verfügt, hat es um einiges leichter, einen Kredit zu erhalten. Und nicht nur das, eine gute Bonität kann sogar bares Geld einsparen. Kunden mit guter Bewertung erhalten ihren Kredit zu günstigeren Konditionen, als Kunden, die als risikoreich eingestuft wurden. Letztlich ist es jedem klar, dass der Kreditgeber immer versucht sein wird, ein höheres Risiko anhand von höheren Zinsen auszugleichen. Verfügt der Kreditnehmer über eine sehr mangelhafte Bonität, wird zusätzlich eine Bürgschaft vom Geldgeber gefordert werden. Wer rechtzeitig für eine neue Anschaffung wie einem Auto oder einer Küche spart, der kann dieses auch gut mit Fonds ohne Ausgabeaufschlag tun.

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