Bauspartarife

Man sollte bei allen Finanzprodukten einen ausführlichen Vergleich vornehmen und sich keinesfalls vorschnell zu einer Unterschrift hinreißen oder gar überreden lassen. Die Vorzüge, die das eine oder andere Produkt bietet, gelten in aller Regel allgemein und unabhängig von dem jeweiligen Anbieter. Die jeweiligen Besonderheiten, durch die sich ein Vorschlag von anderen unterscheidet, sind vielmehr für Kunden besonders interessant. Durch einen Vergleich mehrerer Angebote findet man schnell heraus, in welcher Hinsicht die Vorteile und Nachteile der einzelnen Offerte bzw. bezüglich der einen oder anderen Variante liegen. Bausparen macht hier keine Ausnahme. Im Gegenteil sind die einzelnen Varianten, für die man das kollektive Zwecksparen nutzen kann, äußerst heterogen. Einerseits stehen spezielle Renditetarife zur Verfügung, die zur reinen Geldanlage geeignet sind und nicht auf ein späteres zinsgünstiges Bauspardarlehen abzielen. Diese Form des Bausparens steht somit beispielsweise in Konkurrenz zu einem Sparplan mit Fonds ohne Ausgabeaufschlag. Sie kann zum Beispiel zielgerichtet dafür genutzt werden für die Anlage von Zuschüssen des Arbeitgebers in einem VL-Vertrag und ist bei Einhaltung bestimmter Einkommensgrenzen auch eine Möglichkeit, sich die staatliche steuerfreie Arbeitnehmer-Sparzulage zu sichern. Falls hingegen auf mittlere oder längere Sicht eine Baufinanzierung für den Kunden in Betracht kommt, kann mittels Bausparen in vielen Fällen der Wohneigentumserwerb über die Bausparförderung günstiger gestaltet werden. Hierzu ist es ratsam, sich im Vorfeld gründlich über bestehende Fördermöglichkeiten staatlicherseits zu informieren. Bausparen kommt insoweit in Betracht als hierdurch mehrere Formen der staatlichen Förderung, beispielsweise auch Wohn-Riester, genutzt werden können, um die Baufinanzierung insgesamt möglichst günstig zu gestalten. Je geringer die effektiven aus dem Nettoeinkommen unter Berücksichtigung der staatlichen Zulagen zu leistenden Zins- und Tilgungsleistungen des Kunden sind, desto geringer fällt die monatliche Belastung insgesamt aus und desto eher ist damit der Umzug in die eigenen vier Wände darstellbar, gegebenenfalls auch als Baufinanzierung ohne Eigenkapital.

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