Planung!

Privathaushalte und Unternehmen, von der kleinen Existenzgründung auf Nebenerwerbsbasis bis hin zum Großkonzern, haben eines gemeinsam: Wenn es bei den Finanzen krankt, gab und gibt es Defizite und entsprechende Verbesserungspotenziale bzw. -erfordernisse hinsichtlich der Finanzplanung. Innerhalb des betrieblichen Rechnungswesens ist die Finanzplanung grundsätzlich von exponierter Bedeutung. Im Falle von qualitativen Defiziten befindet sich ein Unternehmen gewissermaßen im Blindflug im Hinblick auf die betriebliche Liquidität und damit die Solvenz. Eine Unternehmensberatung kann hier vielfach durch Einleitung einer organisatorischen Optimierung oder auch Durchführung gegebenenfalls notwendiger Qualifizierungsmaßnahmen der Mitarbeiter Entscheidendes bewirken, nachdem die Ursachen für die Defizite ausgemacht wurden. Mitunter sind für das sukzessive Entstehen einer finanziellen Schieflage, die sich etwa in chronisch angespannter Liquidität manifestiert, auch suboptimale Szenarien im Bereich der Unternehmensfinanzierung verantwortlich: Sofern der Grundsatz, dass das betriebliche Anlagevermögen in Anlehnung an die jeweilige betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer finanziert werden sollte, missachtet wurde, stellen sich einschlägige Bilanzkennzahlen wie die Anlagendeckung als zwangsläufig nicht zufriedenstellend dar. Neben einem hiermit häufig einher gehenden schlechten Rating seitens der finanzierenden Kreditinstitute bedeutet ein zu hohes Maß kurzfristiger Kredite, durch Inanspruchnahme der KK-Linie oder gewährter Lieferantenkredite, auch, dass die durchschnittlichen Kapitalkosten im Vergleich als nicht günstig, sondern sehr teuer zu würdigen sind. Eine Umschuldung des Bodensatzes von “eigentlich“ kurzfristigem, faktisch jedoch dauerhaft in Anspruch genommenem Fremdkapital in ein Darlehen ist für Unternehmen eine prüfenswerte Option, um ihrer Finanzplanung mehr Stabilität zu verleihen und gleichzeitig die Kapitalkosten zu senken. Dasselbe Prinzip verfolgen private Haushalte dadurch, dass sie den Dispo auf dem Gehaltskonto nur als eiserne Reserve für Ausnahmefälle begreifen und ansonsten auf diese sehr teure Form der Kreditaufnahme verzichten. Sofern sich ein dauerhafter Sollsaldo auf dem Kontoauszug etabliert, sollte man entsprechend nicht zögern, eine Umschuldung in einen zinsgünstigen Ratenkredit in die Wege zu leiten. Neben einer Ersparnis an Sollzinsen erhält man auf diese Weise eine planmäßige Rückzahlung durch fortlaufende und ansteigende Tilgungen des Kreditbetrages. Ein anderes Beispiel stellt die Anschlussfinanzierung für das Eigenheim dar: Nach Ablauf der bisherigen Zinsbindung ermöglicht eine Umschuldung zu einer günstigeren Bank bei gleichbleibender monatlicher Belastung einen höheren Tilgungsanteil. Dieser macht sich angesichts der hohen Volumina, die für eine Baufinanzierung üblicherweise benötigt werden, bereits im Nachkommastellenbereich deutlich bemerkbar im Hinblick auf die insgesamt anfallenden Finanzierungskosten bzw. die Laufzeit der Baudarlehen.

This entry was posted in Allgemein, Baufinanzierung, Finanzen, Ratenkredite, Unternehmen and tagged , , , , , , , . Bookmark the permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>