Neues Wahlrecht

Die Rahmenbedingungen in der Krankenversicherung haben sich seit Einführung der gesetzlich vorgeschriebenen Versicherungspflicht, die sich zudem auch auf die gesetzliche Pflegeversicherung erstreckt, für Selbstständige, die sich in der Phase der Existenzgründung befinden, verändert. Gab es vorher die Möglichkeit, sich privat zu versichern oder sich gesetzlich zu versichern oder als dritte Option, wenn man partout wollte oder sich auch einen Basisschutz meinte nicht leisten zu wollen bzw. zu können, einen Verzicht auf eine Krankenversicherung. Letztere Möglichkeit entfällt nun aufgrund der bestehenden Pflicht zur Versicherung. Allerdings besteht für Selbstständige seit der Reform aktuell ein einfacherer Zugang zur gesetzlichen Krankenversicherung. Darüber hinaus kann man weiterhin die Möglichkeit, sich privat zu versichern, prüfen. Die Absicherung in der privaten Krankenversicherung entspricht hierbei mindestens dem Umfang der versicherten Leistungen wie bei der Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse.

Für ehemalige Kunden der Agentur für Arbeit, die sich in die Phase einer Existenzgründung begeben, kann ein vorläufiger Verbleib in der gesetzlichen Krankenversicherung unter Kostengesichtspunkten lukrativ sein, sofern die Existenzgründung durch den Gründungszuschuss gefördert wird. Hierfür wird eine fachkundige Stellungnahme beispielsweise einer Unternehmensberatung benötigt, die die Tragfähigkeit des Existenzgründungsvorhabens auf Plausibilität prüfen muss, bevor die staatlichen Zuschüsse fließen. Für Bezieher des Gründungszuschusses werden sowohl in der Krankenversicherung als auch in der Pflegeversicherung niedrigere Mindestbeiträge zugrunde gelegt. Dieser Umstand kann in der Anfangsphase der beruflichen Selbstständigkeit eine nicht unwesentliche Entlastung der privaten Finanzen mit sich bringen, zumal häufig Anfangsinvestitionen zu tätigen sind, die teilweise durch Kredite finanziert werden müssen.

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