Zusätzliche Tilgungen

Während bei einem Ratenkredit kostenlose Sondertilgungen über die planmäßigen Kreditraten hinaus meist in den Vertragsbedingungen aus Gründen des Wettbewerbs unter den Kreditinstituten heutzutage enthalten sind oder zumindest ohne größere Probleme vereinbart werden können, muss man vor Abschluss der Darlehensverträge für eine Baufinanzierung diese Möglichkeit gesondert prüfen. Im Rahmen gewisser Höchstgrenzen pro Jahr sollte man sich diese Option offen halten, auch bei einer anstehenden Anschlussfinanzierung. Der Effekt, den Sondertilgungen auf die insgesamt anfallenden Zinsbelastungen und somit die Reduzierung der ausstehenden Darlehenssalden bei langen Laufzeiten haben, ist beachtlich. Gerade vor diesem Hintergrund kann es – auch bei niedrigen Zinssätzen, wie wir sie zurzeit vorfinden – überaus interessant sein, zusätzliche Tilgungen auch planmäßig einfließen zu lassen. Dies funktioniert durch Inanspruchnahme der sogenannten Eigenheimrente, besser bekannt als Wohn-Riester. Die zusätzlichen Tilgungen werden in diesem Fall vom Staat finanziert in Form der Zulagen für die Altersvorsorge. Eine selbstgenutzte Wohnimmobilie zählt nämlich auch als Altersvorsorgevermögen, welches nach den Bestimmungen über die Riester-Rente förderfähig ist.

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2 Responses to Zusätzliche Tilgungen

  1. “Die Ursache für das Sinken des Zinsfußes wird vorzüglich darin gefunden, daß die besonders rentablen Kapitalanlagen großen Maßstabes heute erschöpft sind und nur Unternehmungen von geringer Ergiebigkeit übrig bleiben. …Nur ein allgemeiner europäischer Krieg könnte dieser Entwicklung Halt gebieten durch die ungeheure Kapitalzerstörung, welche er bedeutet.”

    (Aus der Zeitschrift des Sparkassenverbandes, 1891)

    Nicht erst seit 1891, sondern seit Jahrtausenden ist die Marktwirtschaft, in der wir leben, fehlerhaft. Schon solange der Mensch Zwischentauschmittel (anfangs Edelmetallgeld) mit Wertaufbewahrungsfunktion (Zinsgeld) benutzt und es privates Bodeneigentum gibt, kommt es immer wieder zu Wirtschaftskrisen und Kriegen. Tatsächlich entstehen alle Zivilisationsprobleme, bis hin zum Krieg, monokausal und zwangsläufig aus systemischer Ungerechtigkeit aufgrund einer seit jeher fehlerhaften Geld- und Bodenordnung und der daraus resultierenden Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz. Alle Kulturen und Weltreiche in der Geschichte sind an der Zinsumverteilung zugrunde gegangen:

    http://www.deweles.de/files/untergang.pdf

    In früheren Zeiten wusste noch niemand, wie die Makroökonomie zu gestalten ist, damit leistungslose Kapitaleinkommen (Zinsen, Renditen und private Bodenrenten) auf Kosten der Mehrarbeit anderer sich eigendynamisch auf Null regeln, sodass diese “Mutter aller Zivilisationsprobleme” vorerst aus dem Bewusstsein der halbwegs zivilisierten Menschheit ausgeblendet werden musste, damit das, was wir heute “moderne Ziviliation” nennen, überhaupt entstehen konnte! Denn kein vernünftiger Mensch wäre dazu bereit, in einer a priori fehlerhaften (kapitalistischen) Marktwirtschaft zu arbeiten, wenn er weiß, dass ein nachhaltiges Wirtschaften unmöglich und der nächste Krieg – zwecks umfassender Sachkapitalzerstörung, um den Zinsfuß hochzuhalten – unvermeidlich ist.

    Das war (und ist noch) der einzige Zweck der Religion, die vom Wahnsinn mit Methode zum Wahnsinn ohne Methode (Cargo-Kult um die Heilige Schrift) mutierte, und die uns alle – unabhängig vom so genannten Glauben – zu Untertanen eines vor über drei Jahrtausenden programmierten Hirngespinstes machte. Es ist keine Geringerer als der “liebe Gott”, der uns seit jeher davon abhält, die Makroökonomie zu verstehen! Die Bewusstwerdung der Programmierung nennt sich “Auferstehung”: http://www.deweles.de/willkommen.html

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