Dickes Ende?

Beim Leasing wird grundsätzlich nicht mit Zinssätzen geworben, da die Kosten der Finanzierung, anders als bei einem Kredit, nicht durch den Effektivzins angegeben werden. Werbliches Argument ist vielmehr die monatliche Belastung, zum Beispiel 99 Euro im Monat. Dass dennoch bei dieser Form der Finanzierung, beispielsweise eines Fahrzeugs, Kosten entstehen und über die monatlichen Raten, eine Sonderzahlung zu Beginn oder zum Ende der Grundmietzeit vom Leasingnehmer zu begleichen sind, die über den reinen Anschaffungspreis hinausgehen, sollte klar sein. Da Leasing ein umkämpfter Markt ist, spielen Sonderkonditionen bei werbewirksam herausgestellten Angeboten häufig eine Rolle.

Eine Möglichkeit besteht darin, hohe Preisnachlässe als Barzahlungsrabatt auf das Fahrzeug aushandeln zu können. Inwieweit man den rabattierten Kaufpreis tatsächlich aus eigenen Mitteln finanziert oder hierfür einen gesonderten Kredit aufnimmt, geht den Verkäufer insoweit nichts an. Oder der Hersteller gewährt eine Rabattierung unter der Maßgabe, dass die jeweilige Absatzfinanzierung, sei es Leasing oder Ratenkredit, vom Käufer in Anspruch genommen wird. In diesem Fall ist zu beachten, dass bei derartigen Sonderaktionen die Rahmenbedingungen in Bezug auf Sonderzahlung, Laufzeit und insbesondere vertragliche Modalitäten am Ende der Laufzeit grundsätzlich fix und somit nicht verhandelbar sind. Zu diesen Modalitäten zählen auch die Vertragsbedingungen inklusive der Konditionen für eine käufliche Übernahme des Fahrzeugs. Je nach Ausgestaltung kann das finanziell dicke Ende zum Schluss kommen. Für betriebliche Finanzierungen sollte in Zweifelsfragen, welche Finanzierungsalternative weshalb vor- oder nachteilig ist, eine unabhängige Unternehmensberatung einbezogen werden.

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