Besser nicht auflösen

Wenn man mit seinem Riester-Vertrag unzufrieden ist, stehen einem grundsätzlich mehrere Optionen zur Auswahl. Die ungünstigste ist hierbei die vorzeitige Auflösung. Man sollte diese nur als letzte Möglichkeit in Betracht ziehen. Dies liegt daran, dass eine vorzeitige Beendigung des Vertrags mit Verfügung des angesparten Vermögens dazu führt, dass sämtliche erhaltenen Zulagen zurückzuzahlen sind. Auch vormals gewährte Steuervergünstigungen entfallen rückwirkend, wodurch sich der finanzielle Schaden durch diesen Schritt nochmals vergrößert. Eine bessere Lösung ist es grundsätzlich, den Vertrag beitragsfrei zu stellen und somit als gewissermaßen stille Reserve weiterhin für seine private Altersvorsorge zur Verfügung zu haben. Je nach Art der Riester-Rente erhält man auch weiterhin Erträge auf das bisher angesammelte Vermögen. Banksparpläne vergüten jährlich Zinsen, Versicherungen gewähren Garantiezins und gegebenenfalls eine Überschussbeteiligung. Bei Riester-Fonds nimmt der Anleger mit den bis dato erworbenen Anteilen auch weiterhin an der Wertentwicklung teil.

Eine Alternative zur Stilllegung besteht darin, mit seinem bislang angesammelten Vermögen zu einem anderen Anbieter zu wechseln. Diese Möglichkeit hat der Gesetzgeber bei der Konstruktion der Riester-Rente ausdrücklich vorgesehen. Dadurch, dass der bisherige Vertrag zwar auch vorzeitig beendet wird, der Anleger aber nicht vorzeitig über das Guthaben verfügen kann, sondern dieses weiterhin auf einem zertifizierten Altersvorsorgevertrag verbleibt, entfällt die Rückzahlung der staatlichen Förderung. Kosten bei einem Wechsel fallen meist dadurch an, dass der bisherige Anbieter für die Abwicklung der Übertragung ein Entgelt berechnet. Beim neuen Anbieter hingegen fallen für das als Einmalzahlung eingebrachte Guthaben grundsätzlich keine Abschlussgebühren oder Provisionen an.

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