Arten der Baufinanzierung

Der Wunsch nach den eigenen Vier Wänden ist bei vielen Deutschen vorhanden. Ob eine eigene Immobilie zur Absicherung im Alter, zur Geldanlage oder einfach zur Erfüllung eines lang gehegten Traumes genutzt wird, ist jedem Selbst überlassen. Bei den Meisten steht aber fest, dass der Erwerb eines Hauses oder einer Wohnung nicht mit Barvermögen gezahlt werden kann. Eine Baufinanzierung ist demnach unumgänglich.

Viele Banken, aber auch unabhängige Finanzdienstleister haben sich auf diesen Bereich spezialisiert. Beim Erwerb einer Immobilie wird den Häuslebauer immer geraten, sich mehrere Angebote einzuholen. Vor allem gibt es Unterschiede, ob es sich um den Kauf einer gebrauchten Immobilie handelt, um einen Neubau oder einen Umbau eines bereits vorhandenen Wohneigentums. Je nach Art werden verschiedenste Immobilienfinanzierungen angeboten. Von Förderbanken können zudem Förderdarlehen beantragt werden, wenn bestimmte Auflagen erfüllt werden. Dies kann z.B. der Einbau einer Solar- oder Fotovoltaikanlage sein oder wenn ein Haus in Niedrigenergiebauweise gebaut wird. Zur Beantragung solcher Förderdarlehen benötigt man auf jeden Fall ein Kreditinstitut, das die Anträge stellt.

Um sich finanziell beim Erwerb einer Immobilie nicht zu übernehmen, sollte im Vorfeld ein Grundstock an Eigenkapital angespart werden. Dies ermäßigt den benötigten Kreditbetrag und zeigt bei der Bank eine Kreditwürdigkeit in Form von Sparsamkeit an. Als Eigenkapital kann auch ein bereits bezahltes Grundstück genommen werden oder das Einbringen von Eigenleistungen. Viele Banken wünschen sich eine Baufinanzierung, die auf drei Säulen steht. Ca. 20-25% der Finanzierungssumme sollten durch das Eigenkapital gedeckt sein, weitere 20-25% durch zinssichere Darlehen und der Rest durch ein Bankdarlehen. Bei zinssicheren Darlehen handelt es sich um die vorher beschriebenen Förderdarlehen oder Bauspardarlehen. Um ein Bauspardarlehen zu bekommen, sollte bereits auch einige Jahre vor der Finanzierungsanfrage ein Bausparvertrag bespart werden, damit das Guthaben genutzt werden kann, um ein Darlehen zu beantragen. Bauspardarlehen haben den Vorteil, dass sie meist sehr geringe Zinssätze und flexible Rückzahlungsvereinbarungen haben.

Auch bei den Bankdarlehen gibt es Unterschiede. Von den klassischen Annuitätendarlehen mit einer Rückzahlungsrate in der Zins und Tilgung eingebaut sind, über Tilgungsdarlehen mit einer oft hohen Schlussrate, bis hin zu endfälligen Darlehen. Letztere werden aber nur empfohlen, wenn die gesamte Darlehenssumme zu einem bestimmten Zeitpunkt zurückgezahlt werden kann.

Wichtig bei der Neuaufnahme einer Immobilienfinanzierung ist die richtige Beratung, die, wenn möglich, persönlich mit einem Ansprechpartner vor Ort durchgeführt werden sollte, aber heute auch bequem per Telefon und Internet stattfinden kann.

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