Der Unterschied zwischen einem Ratenkredit und einer Immobilienfinanzierung

Was sind eigentlich die größten Unterschiede zwischen einem Ratenkredit und einer Immobilienfinanzierung? Zu aller erstmal ist es offensichtlich, dass eine Immobilienfinanzierung dazu dient eine Immobilie zu finanzieren, soviel ist jedem klar. In diesem Text soll es darum gehen weitere Unterschiede zu nennen und zu erläutern.

Eine Immobilienfinanzierung dient immer dazu ein unbewegliches Sachgut auf einem Grundstück oder ein Grundstück alleine zu finanzieren. Ein Ratenkredit hingegen ist dazu gedacht eine bestimmte Geldmenge über eine befristete Zeit in Raten, also stückchenweise, zurückzuzahlen. Ein Auto zum Beispiel kann man in der Regel mit einem günstigen Ratenkredit innerhalb von wenigen Jahren monatlich mit einem relativ kleinen Betrag zurückzahlen. Beispielsweise zahlen Sie Ihr Auto für 15000 EUR mit einer kleinen Anzahlung innerhalb von 3 Jahren und monatlich sagen wir mal 300 EUR ab. Das ist ein überschaubarer Kredit. Bei einer Immobilienfinanzierung müssen jetzt aber deutlich höhere Beträge über einen viel längeren Zeitraum finanziert werden. Ein Haus kostet beispielsweise 300.000,- EUR und wir nicht über 3 Jahre sondern über bis zu 40 Jahre finanziert. Ein Auto würde nach 40 Jahren niemand mehr fahren wollen- ein Haus ist nach 40 Jahren noch absolut in gutem Zustand und kann ohne Probleme noch mal 40 Jahre bewohnt werden oder viel länger.

Warum kann man keinen Ratenkredit über 40 Jahre abschließen? So lange Verträge sind schlichtweg nicht möglich, auch aus gesetztlichen Gründen. Normalerweise schließt man eine Immobilienfinanzierung als Annuitätendarlehen für 10 Jahre ab, heutzutage gibt es auch längere und natürlich auch kürzere Varianten, die in der Praxis allerdings weniger oft vorkommen. Nach 10 Jahren und einer monatlichen Belastung von sagen wir mal 600 EUR haben Sie aber auch bei besonders guten Zinsen das Haus noch nicht abgezahlt, das heisst es gibt eine sogenannte Restschuld. Für diese Restschuld der Immobilienfinanzierung muss ein neuer Vertrag gemacht werden, oftmals mit der Bank, die schon im Grundbuch steht, aber das muss nicht sein. Die sogenannte Anschlussfinanzierung dient der Abzahlung der Restschuld für eine weitere Laufzeit.

Besonders bei der Anschlussfinanzierung einer Immobilienfinanzierung kann man sich eine neue Bank suchen, die einem möglicherweise viel günstigere Zinsen anbietet. Hierzu können Sie natürlich auch Ihren FMW Finanzberater abeauftragen Ihnen erneut die beste Immobilienfinanzierung deutschlandweit heraus zu suchen.

Nach einem weiteren Jahrzehnt ist dann diese Anschlussfinanzierung auch ausgelaufen, dann gibt es wieder eine Restschuld. Die Restschuld wird natürlich immer geringer und so auch – sofern die Zinsen gleichbleiben – die monatliche Belastung. Es ist auch möglich Sondertilgungen zu machen oder frisches Geld für modernisierungsmaßnahmen in die Anschlussfinanzierung der Immobilienfinanzierung aufzunehmen.

Bei einem Ratenkredit gibt es keine Restschuld. Der Ratenkredit wird anders als die Immobilienfinanzierung innerhalb der Laufzeit komplett getilgt. Deshalb heisst die Laufzeit des Vertrages bei der Immobilienfinanzierung auch Sollzinsbindung. Bei Ratenkrediten kann man in der Regel jederzeit das Geld zurück zahlen, das ist aber von Bank zu Bank unterschiedlich. Bei der Immobilienfinanzierung muss man evtl. eine Vorfälligkeit zahlen. Dazu fragen Sie im konkreten Fall lieber Ihren FMW Finanzberater.

Wir hoffen Ihnen mit diesem Text einen ersten Überblick über unsere Kreditprodukte Ratenkredit und Immobilienfinanzierung gegeben zu haben und verbleiben, Ihr Team von FMW!

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