Tilgung der Finanzierung

Die Höhe des regelmäßigen Tilgungssatzes ist ein wesentlicher Bestandteil eines Darlehensvertrages, über den man als Kreditnehmer im Vorfeld durchaus angemessene Zeit nachdenken sollte. Gängige Varianten kann und sollte man problemlos mit einem Baufinanzierungsrechner durchkalkulieren. Diese sind auf der Website spezialisierter unabhängiger Finanzdienstleister zu finden und kostenlos und unproblematisch nutzbar. Interessant sind die doch beträchtlichen Auswirkungen eines geringfügig höheren Tilgungssatzes insbesondere bei niedrigen Zinssätzen, wie sie zurzeit allgemein vorzufinden sind.

Der Tilgungssatz ist grundsätzlich vom Kunden frei wählbar. Banken und Sparkassen verlangen jedoch grundsätzlich eine Mindesttilgung von einem Prozent der Darlehenssumme zuzüglich ersparter Zinsen. Die ersparten Zinsen ergeben sich daraus, dass man bei einer konstanten Darlehensrate, wie sie für eine Immobilienfinanzierung bei einem sogenannten Annuitätendarlehen üblich ist, mit fortschreitender Tilgung weniger Zinsen anfallen und diese durch zusätzliche Tilgungsanteile “aufgefüllt“ werden. Je nach Höhe des Zinssatzes ergibt sich somit bei einer Tilgung von einem Prozent eine gesamte Laufzeit der Finanzierung von bisweilen rd. 40 Jahren. Das Problem hierbei ist, dass eine Finanzierung, die ohne eine Prolongation auskommt, also eine Festzinsvereinbarung für die gesamte Laufzeit beinhaltet, grundsätzlich nur für bis zu 20 Jahren angeboten wird. Die klassische Baufinanzierung wird also in aller Regel nicht in einem Rutsch zurückgezahlt, sondern bedarf nach Ablauf der Festzinsbindungsfrist einer Anschlussfinanzierung. Wenn bis zu diesem Zeitpunkt die Zinsen erheblich gestiegen sein sollten, kann dies durch die damit verbundene höhere Belastung zu einem finanziellen Engpass für den Darlehensnehmer führen. Wenn bei Beginn der Baufinanzierung somit wie derzeit sehr günstige Zinsen zur Verfügung stehen, mindert man durch eine anfänglich schnellere Tilgung das entsprechende Risiko.

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