Geldanlage mit Fonds

Fonds für die Geldanlage 

Investmentfonds haben zwei Nachteile. Zum Einen ist diese Form der Geldanlage nicht vollständig ohne Risiko, zumindest auf kurze Sicht. Allerdings erhält man umgekehrt mit zunehmender Laufzeit auch eine grundsätzlich bessere Chance auf eine höhere Rendite als bei einer konventionellen Geldanlage auf einem Sparbuch oder Tagesgeldkonto, so dass die Risiken auf kurze Sicht im Grunde keinen echten Nachteil darstellen. Anders verhält es sich bei dem Problem der Auswahl: Welche(n) sollte man angesichts des schier unüberschaubaren Angebots von über 10.000 zum Vertrieb zugelassenen Fonds kaufen?

Man sollte sich mit der Strategie des Managements vertraut machen, Infomaterial der Kapitalanlagegesellschaft studieren und die bisherige Wertentwicklung absolut und im Vergleich zu anderen gleichartigen Fonds betrachten. Auch Ratings können eine Entscheidungsgrundlage darstellen, ebenso eine Einschätzung über das Für und Wider seitens einer unabhängigen Finanzberatung. Die Qualität eines Fonds im Vergleich zu anderen lässt sich anhand der Wertentwicklung der Vergangenheit, Schwankungen in der Vergangenheit und Ratings, die in Fachzeitschriften veröffentlicht werden, beurteilen. Darauf zu achten ist, dass die Wertentwicklung in absoluter Hinsicht und auch relativ zu anderen Fonds, die eine ähnliche Strategie verfolgen, in einem Vergleich überzeugt, der sich auf mehrere Stichtage in der Vergangenheit bezieht. Wählt man beispielsweise lediglich das abgelaufene Jahr als Vergleichsmaßstab, kann es passieren, dass man einen Investmentfonds erwischt, der vor einem Jahr einen überdurchschnittlichen Einbruch erlitten hat und nunmehr von dem dadurch bedingten niedrigeren Basiseffekt profitiert. Ein Qualitätskriterium ist es auch, wenn Fonds einer bestimmten Kapitalanlagegesellschaft in Fondspolicen namhafter Versicherungen verwendet werden, ohne dass beide Gesellschaften einem gemeinsamen Konzern angehören. 

Wenn man sich jedoch für einen (oder besser aus Gründen der Risikostreuung mehrere) Fonds seiner Wahl entschieden hat, sollte man diese Entscheidung nicht ohne Not über den Haufen werfen, dergestalt, dass man wieder verkauft, falls die Entwicklung kurzfristig anders verläuft als man es sich gewünscht oder vorgestellt hatte. Bekanntlich macht Hin und Her Taschen leer. Entsprechend führt es nicht selten zu Enttäuschungen, wenn man einen Aktienfonds mit Verlusten verkauft und in einen Rentenfonds tauscht, um die Verluste auszugleichen und hinterher wieder in den Aktienmarkt einzusteigen. Das Risiko, auf ein falsches Pferd zu setzen, mindert man, indem man sich im Vorfeld genau informiert, was man kauft und für welchen Zeitraum der Anlagebetrag definitiv nicht dringend benötigt wird, also in Ruhe arbeiten kann und soll. Wo man kauft, ist auch ein Aspekt, um Kosten durch einen Fonds Rabatt zu sparen. Idealerweise findet man gute Fonds ohne Ausgabeaufschlag, die zu seinen persönlichen Zielen und Vorstellungen passen.

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