Kosten für einen Ratenkredit

Ein Ratenkredit hat mehrere Kostenbestandteile. Die gesamte während der Kreditlaufzeit vom Kreditnehmer zurückzuzahlende Summe ist in dem Kreditvertrag ausgewiesen. Diese ergibt, geteilt durch die Anzahl der regelmäßigen Kreditraten, die Kreditrate. Meist wird ein monatlicher Turnus vereinbart.

 

Die Kreditrate enthält einen Tilgungsanteil, der die bestehende Restschuld sukzessive während der Kreditlaufzeit reduziert, und die Finanzierungskosten. Dies sind insbesondere die Kreditzinsen. Bei Ratenkrediten ist es üblich, dass der Zinssatz für die gesamte Laufzeit von vorn herein fest vereinbart wird. Meistens sind längere Laufzeiten von beispielsweise 60 oder 72 Monaten etwas teurer als kurze Laufzeiten von 12 oder 24 Monaten. Dennoch kann eine längere Kreditlaufzeit mitunter angeraten sein, um die monatliche Belastung im Rahmen des zur Verfügung stehenden Budgets des Kreditnehmers zu halten.

 

Neben den Kreditzinsen war bis in die jüngere Vergangenheit eine Kreditbearbeitungsgebühr ein recht häufig anzutreffender Kostenbestandteil bei Ratenkrediten, bis diese von der Rechtsprechung als unzulässig klassifiziert wurde. Sie verteuert den Kredit allerdings nicht zwangsläufig, da sie bereits im Effektiven Jahreszins, den alle Kreditinstitute anzugeben verpflichtet sind, enthalten ist. Jedoch wird sie nicht, auch nicht teilweise, erstattet, falls der Ratenkredit vom Kreditnehmer vorzeitig zurückgezahlt wird.

 

Nicht im Effektiven Jahreszins enthalten sind hingegen die Prämien für eine Restschuldversicherung, es sei denn eine solche wird seitens des Kreditinstituts zur Auflage für die Kreditgewährung gemacht. Restschuldversicherungen sollen die vertragsgemäße Bedienung des Kredites im Falle des Todes des Kreditnehmers sicherstellen, bisweilen auch das Risiko längerer Krankheit oder Arbeitslosigkeit abdecken. Zu bedenken ist, dass die Kosten einer Restschuldversicherung nicht unerheblich sind. Die Prämien dieser Form von Versicherungen übersteigen die Beiträge einer klassischen Risikolebensversicherung oftmals deutlich und führen dazu, dass die Kosten für die Finanzierung insgesamt deutlich ansteigen, so dass beispielsweise eine Umschuldung eines Dispos zum Zwecke der Reduzierung der Zinsbelastung nicht mehr sinnvoll möglich ist.

 

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